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Duvenstedt

Schon zehn Jahre vor Lemsal-Mellingstedt werden im Jahre 1261 die von den Bauern zu leistenden Zehnten urkundlich an das Hamburger Domkapitel übertragen. Welches dann 1271 auch selbst ersten Grundbesitz hier erwirbt.
Und auch sonst ist die Geschichte Duvenstedts eng mit der der beiden anderen Dörfer verflochten. Ebenfalls fällt es an die in Pinneberg residierende Linie der Schaumburger und später dann an den Herzog von Lauenburg, der verpfändete das Dorf im Jahre 1571 an den holsteinischen Herzog Adolf.
Inzwischen dem Kanzleigut Tangstedt zugehörig, erlangt Duvenstedt im Jahre 1702 durch den "Bauernkrieg" eine gewisse Berühmtheit! Hatte doch das Hamburger Vorwerk Wohldorf es gewagt, Land im von allen Walddörfern gemeinsam als Weideland genutzten Duvenstedter Brook durch Trockenlegung urbar zu machen! Die zu diesem Zweck ausgehobenen Gräben versperrten dem Vieh aus den anderen Dörfern den Weg ins bisherige Weideland! Unter Führung des Bauernvogtes Jochim Offen, dessen Nachfahren heute den Gasthof Offen bewirtschaften, treiben die Bauern erst nur ihr Vieh über die Gräben, um dann im Verlauf des immer weiter eskalierenden Streites später mit Äxten und Beilen bewaffnet und unter Mitführung ihres gesamten Viehbestandes in Wohldorf einzufallen! 1750 dann sollen die jeweiligen Teile des Brook durch Steine und Pfähle voneinander getrennt werden. Doch die Duvenstedt Bauern reißen diese Grenze wieder ein, was den Hamburger Senat so erbost, daß er sich über diesen Frevel bei der Kieler Regierung anzeigt, die unverzüglich Militär entsendet. Unter dessen Aufsicht stellen die Duvenstedter Bauern die Grenze wieder her, die nunmehr bis 1937 die Hamburger Landesgrenze bildet. Bis zu diesem Jahre gleicht das politische Schicksal Duvenstedts dem von Lemsahl-Mellingstedt.

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