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Volksdorf Zahlreiche, insbesondere auch beim Bau der U-Bahn-Linie gemachte Funde weisen nach, daß im Volksdorfer Bereich schon lange vor jeder urkundlichen Erwähnung gesiedelt wurde.Festgehalten wird erstmals 1296 die Verpflichtung der Bauern zur Zahlung von Abgaben an das Kloster Harvestehude. Welches erst ein Jahr zuvor vom ursprünglichen Domizil in der Nähe von Altona an die Alster verlegt wurde. Dann verpfändete der Burgvogt zu Arnesvelde Albrecht Zabel 1320 seine Volksdorfer Mühle an einen Hamburger Priester. In den nun folgenden Zeiten wechselt auch Volksdorf immer wieder den Besitzer. Von den Familien Rantzau über Henneke von Humelsbüttel bis zum Knappen von Alverslohe. Welcher es schließlich gemeinsam mit den anderen Walddörfern im Jahre 1437 an den Hamburger Rat verpfändet. Für den hatten in der Folgezeit auch die Volksdorfer Bauern sogenannte "Spann- und Handdienste" zu leisten, die aus Arbeiten an den Schleusen und der Holzlieferung bestanden. Im 16. Jahrhundert dehnte Volksdorf sich erheblich aus, indem es große Teile des vermutlich durch die Pest untergegangenen Dorfes Lottbek übernahm. Als Hamburger Enklave in preußischem Gebiet gelegen, entwickelte sich Volksdorf zum Ausklang des 19. Jahrhunderts völlig anders, als die übrigen Walddörfer. "Schuld" daran hatte der durch den Guano-Import reich gewordene Kaufmann und Reeder Heinrich von Ohlendorff. Nach dem deutsch/französischen Krieg von 1870/71 für seine Verdienste um die Verwundeten-Führsorge geadelt, erwarb der Freiherr zunächst ausgedehnte Jagdrechte in Volksdorf. Dann mußte auch für die Jagdgäste ein entsprechend repräsentatives Domizil her, also erwarb von Ohlendorff in den folgenden Jahren vier Bauernhöfe, die er zu einem großen Gut zusammenfaßte, bis er im Jahre 1892 über einen Grundbesitz von 2.712.117 qm verfügte!!! Als ausgepichter Geschäftsmann begann er schon früh, Baugrundstücke anzubieten. Doch die Verkehrsanbindung an Hamburg war mehr als schlecht und auch ein 1885 unternommener Versuch, eine Anbindung an die bestehende Bahnlinie Hamburg-Lübeck zu erreichen, scheiterte. Erst 1904 kam die Inbetriebnahme der elektrischen Kleinbahn von Alt-Rahlstedt nach Wohldorf zustande. In deren Gefolge blühte das Grundstücksgeschäft des Freiherrn auf. Auch andere Unternehmen mischten hier kräftig mit, als 1912 mit dem Bau einer U-Bahn-Linie begonnen wurde. Doch der folgende erste Weltkrieg und die anschließende Inflation unterbrachen die so vielversprechend erscheinenden Grundstücksgeschäfte. Die jedoch wieder so richtig in Schwung kamen nach Einführung der stabilen Rentenmark 1923. Dieser Trend hat bis heute angehalten. Volksdorf doch immer noch einer der beliebtesten Wohn-Stadtteile in Hamburg! Was nicht weiter verwundert, denn wo sonst kann man so im Grünen wohnen, umgeben von ausgedehnten Waldflächen? Oder den Kindern auch so anschaulich einen Eindruck von früheren Wohn- und Arbeitsformen vermitteln, wie im Volksdorfer Museumsdorf? In einem der Gebäude ist nicht nur eine Altentagesstätte untergebracht, sondern es dient auch der De Spieker-Gesellschaft für Heimatpflege um Veranstaltungen aller Art durchzuführen. Und wo man sich nach so viel anstrengender Bildungsvermittlung in unmittelbarer Nähe entweder im Eulenkrug, dem Italia, der Hacienda oder dem Dorfkrug wieder stärken kann! |