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Wohldorf/Ohlstedt So etwa um das Jahr 1323 taucht in Dokumenten erstmals die Burg Wohldorf auf, die wohl an der Stelle gestanden haben dürfte, an der sich heute das Herrenhaus befindet. Ob die Burg durch ein Feuer zerstört wurde oder einfach verfiel, weiß man nicht. Auf alle Fälle nahmen die Hamburger Ratsherren diesen Verlust nur zu gern zur Kenntnis, war sie ihnen doch immer schon ein Dorn im Auge. Nun konnten sie 1437 sich Wohldorf endlich einverleiben und die Schiffahrt auf der Oberalster sichern.Fortan nahmen im Herrenhaus Hamburger Senatoren Quartier und regierten als Waldherren von hier aus die Walddörfer. Diesem "Regierungssitz" gegenüber wurde am Ende des 18. Jahrhunderts das Waldhaus errichtet, das sich schnell zu einem beliebten Ausflugslokal der Hamburger Bürger entwickelte. Wie auch das Konkurenzunternehmen Schleuse, welches sich gegenüber der schon 1471 erwähnten Wohldorfer Kornmühle etablierte. Und noch heute sind die Wohldorfer Schleuse und Der Bäcker an den gleichen Orten viel besuchte Ausflugslokale, von denen aus man wunderbare Wanderungen in das nördlich gelegenen große Naturschutzgebiet des Duvenstedter Brook unternehmen kann. Dort liegt Norddeutschlands einziges Brutgebiet von Kranichen - die wir als "Maskottchen" für unseren Server gewählt haben, ohne damit der Lufthansa Konkurrenz" machen zu wollen, die sich gemeinsam mit dem WWF engagiert, dieses einmalige Brutgebiet im westlichen Deutschland zu erhalten! Das 1712 an die Stelle des baufälligen Alten getretene Herrenhaus wird im Jahre 1830 einer neuen Bestimmung als Gästehaus des Hamburger Senats zugeführt und gleichzeitig endet die vierhundertjährige Geschichte der Waldherrschaft. 1872 werden die ehemaligen Vogteien Wohldorf und Ohlstedt zur Gemeinde Wohldorf- Ohlstedt zusammengefaßt. Das heutige Herrenhaus wurde nach 1973 gemeinsam vom Hamburger Senat und der F. v. S.-Stiftung restauriert und dient seither unter der Schirmherrschaft der Stiftung kulturellen Zwecken. Ist die Geschichte - vor allem die spätere - von Ohlstedt auch stark und untrennbar mit der von Wohldorf verknüpft, gibt es doch durchaus erwähnenswertes über Ohlstedt zu berichten. Wie zum Beispiel die Tatsache, daß Ohlstedt schon im Jahre 1292 urkundlich genannt wird mit seiner Beteiligung an den Abgaben zum Bau der Bergstedter Kirche! Dem im späteren Mittelalter verarmenden Landadel (!) blieb nichts anderes, als 1391 das Dorf an Hamburger Bürger zu verpfänden und dann 1407 an den Bürgermeister Hildemer Lopowe zu verkaufen. Womit sich allerdings für die Bürger kaum etwas veränderte, war doch auch Hamburg, trotz eines relativ selbständigen Sonderstatuses als Hansestadt, dem schaumburgischen Grafen unterstellt. So bleibt es auch dabei, daß die Bauern unter anderem das in Hamburg benötigte Holz zum Bauen und Heizen liefern mußten. Nach der Verschmelzung mit Wohldorf zu einer Gemeinde 1872 versucht eine neugegründete Terraingesellschaft aus Hamburg Bauinteressenten in die Gartenstadt zu locken - vergeblich. Erst in den Jahren 1920 bis 1929 verdoppelt sich die Zahl der Bewohner auf 840! Und so erhielt 1928 Wohldorf-Ohlstedt ein Rathaus als Verwaltungssitz. |